Terrasophie - Andreas Iten

Plädoyer für ein sinnliches Naturverständnis

«Terrasophie» plädiert für ein neues Naturverständnis. In einer Zeit des Umbruchs und des fortschreitenden Klima­ wandels rückt die Natur ins Zentrum des menschlichen Forschens und Handelns. Der Mensch muss sein Verhalten der Natur gegenüber ändern. Das Essay beschreibt den modernen Heiden, der von metaphysi­ schen Überhöhungen absieht und die Natur in ihrer Ganzheit in die Mitte seiner Gedanken stellt.

Die Natur wird zur Metaphysik seines Denkens. Die Natur gibt in ihrem Bestreben, das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das Mass vor, wie der Mensch ausgeglichen und sinnvoll leben kann. Sie zeigt ihm auf, dass er selbst Natur ist und dass er, wenn er der Natur Schaden zufügt, sich selbst schädigt. Es geht darum, ein achtsames Verhältnis zur Natur zu gewinnen. Sich stolz und mächtig zu erheben, wird sich rächen. Der Status, den sich der Mensch gegenüber der Natur gibt, ist nicht metaphysisch, sondern im Grund von der gleichen Art wie das der Natur Eigene, selbst wenn er darüber hinaus vernünftig denken kann.