Gilgamesch

Mit einem Text von Michael Köhlmeier

Walter Weer

Die Götter beschließen, Gilgamesch in die Welt zu setzen.

Es war ein junger König in Uruk, der hieß Gilgamesch, der fasste mit der linken Hand seine rechte, und mit beiden Händen klopfte er sich auf die Schenkel, er strich sich über die Haare, kratzte sich am Bauch – dies alles war er, seine Haut, seine Haare, seine Augen, die Ohren, und alles, alles war zu zwei Drittel Mensch, warmer, milder, zorniger, trotziger Mensch und zu einem Drittel Gott. Wo war dieses eine Drittel? Wo war der Gott in ihm? Dachte der Gott wie die zwei Drittel Mensch? Oder waren Gott und Mensch so ineinander gemischt, dass niemand, kein Mensch, kein Gott sie trennen konnte? Wie sich ein Mensch benimmt, das wusste Gilgamesch.

Über den Autor Michael Köhlmeier:

Geboren 1949 in Hard, Vorarlberg, ist ein international anerkannter österreichischer Schriftsteller. Besonders begeistert er als Märchen- und Sagenerzähler.

Über den Künstler Walter Weer:

Geboren 1941 in Wien, ist ein österreichischer Zeichner, Maler und Objektkünstler.

9 / 2021 
1. Auflage
Schweizer Bindung
22 x 29 cm
104 Seiten
ISBN 978-3-99018-600-8

EUR 35,00 CHF 42,00

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