Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Während aus unserer Welt Begriffe wie »Globalisierung« und »staatenübergreifende Gemeinschaft« nicht mehr wegzudenken sind, werden überall neue Grenzen gezogen und errichtet – seien es räumliche, ethnische, kulturelle oder soziale. Für die Ausstellung »Sag Schibbolet!«, die in der Zeit vom 18. März 2018 bis 17. Februar 2019 im Jüdischen Museum Hohenems zu sehen ist, setzen sich internationale Künstler kritisch mit dem Thema Grenzen auseinander. Das gleichnamige Buch wird am 18. März zur Ausstellungseröffnung im Jüdischen Museum vorgestellt.

Die Wahl des Ausstellungsnamens geht auf die biblische Erzählung von der Flucht der Efraimiten zurück, die das Jüdische Museum Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung wählten. Grenzen, die zwischen Leben und Tod entscheiden, die Zugehörigkeit und Ausschluss festlegen und die sowohl sichtbar als auch unsichtbar vorhanden sind, haben heute noch die gleiche Aktualität und treten in den unterschiedlichsten Formen auf. Im ausstellungsbegleitenden Buch finden sich zahlreiche Arbeiten, Texte und Essays internationaler Künstler.